Der perfekte Hundefrisör – so findest du ihn

Herzlich Willkommen!

Gleich vorab: Aussehen ist nicht alles. Wichtig ist, dass euer Hund nicht verfilzt oder ähnliches, aber eine Showschur sollte nicht das vorrangige Ziel eines Hundefriörbesuches sein. Viel wichtiger ist, dass euer Hund sich dort wohl fühlt, und nicht tierisch gestresst ist. Denn vor allem beim Pudel ist es so, dass sie wahrscheinlich recht oft zum Hundefrisör müssen. Wenn sie  dann später vielleicht sogar ausgestellt werden sollen ist es wichtig, bereits sehr früh den Hundefrisör positiv zu verknüpfen, denn dann steht auch einer Showschur nichts mehr im Wege.

Unsere Geschichte

Lychee wurde tatsächlich das erste Mal von unserer damaligen Hundetrainerin geschoren – also bei uns zu Hause. Zuvor wurde sie selbstverständlich bereits von der Züchterin an die Schermaschine gewöhnt, und erst vor kurzem hat die Züchterin ihr das Schnäuzchen ausgeschoren, und man hat sofort gemerkt, dass Lychee sich dort ganz anders verhält, als üblicherweise bei einem Frisör. Zu ihr hat sie einfach ganz viel Vertrauen, was sie zu mir auch hätte, aber ich kann nicht selbst scheren.
Jedenfalls bin ich dann, in späterer Folge an eine Hundefrisörin gekommen, wo ich Lychee immer alleine dort lassen sollte. Irgendwann war es dann plötzlich nach dem Frisörbesuch so, dass Lychee ihren Maulkorb nicht mehr anziehen wollte. Selbstverständlich habe ich bei der Hundefrisörin nachgefragt, sie hat aber gesagt, dass sie nie einen Maulkorb auf Lychee drauf hatte. Mir sind allerdings bei Lychee immer öfter Stresssymptome nach dem Hundefrisörbesuch aufgefallen, und nach dem letzten bei dieser Frisörin hat es 4 Tage gedauert, bis Lychee sich wieder normal verhalten hat! Und da habe ich die Notbremse gezogen, eine neue Hundefrisörin musste her!

Mittlerweile sind wir bei einer Hundefrisörin, die außerdem tierschutzqualifizierte Hundetrainerin ist. Und wir  sind überglücklich damit, denn man merkt einfach, dass sie wirklich viel Ahnung von Hunden hat – so wie ein Trainer es eben haben sollte. Bei Tierärzten und Hundefrisören ist es leider immer noch so, dass sehr oft überhaupt nicht auf die Hundesprache geachtet wird – und genau das führt dann auf Dauer zu Problemen.

Hier könnt ihr mehr über unsere Fellpflege im Alltag lesen.

Der perfekte Hundefrisör

Gibt es den überhaupt? Jeder hat jedenfalls andere Anforderungen, das Wohl des Hundes sollte allerdings immer im Vordergrund stehen.
Wenn ihr einen Welpen zu Hause habt würde ich zunächst bei einem Hundefrisör anfragen, ob es möglich wäre, einfach einmal zu kommen, und den Hund an den Pflegetisch zu gewöhnen. Gute Hundefrisöre sollten dies gratis anbieten, da es auch zu ihrem Vorteil ist, wenn der Hund an den Pflegetisch gewöhnt wurde.

Außerdem sollte es bei einem guten Hundefrisör möglich sein selbst zu entscheiden, ob man bei seinem Hund bleibt oder nicht.
Für Lychee ist es nämlich das beste, wenn man dabei bleibt. Für einen anderen Hund möglicherweise nicht.

Außerdem ist es so, dass dann, wenn man dabei bleibt, oft kein Galgen und Co. zum Einsatz kommen muss. Wichtig ist, dass wenn das Halsband beim Galgen benutzt wird, dieses auf keinen Fall dauerhaft auf Zug ist – denn dann wird der Hund dauerhaft gewürgt.
Da wir dabei sind, muss dieses Halsband bei Lychee nicht zum Einsatz kommen, weil wir sie halten. So hat sie auch gleich die Nähe zu uns, die sie benötigt.

Geld ist nicht alles

Klingt zwar krass, aber einem guten Hundefrisör geht es nicht rein um Geld. Lychee wurde früher bei der ersten Hundefrisörin IMMER gewaschen, was heute nicht mehr der Fall ist. Ich habe der Hundefrisörin erzählt, dass Lychee leider schon negative Erfahrungen beim Hundefrisör gesammelt hat, und dann haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir Lychee beim ersten Mal nicht duschen – denn das wäre nur zusätzlicher Stress für sie gewesen.
Beim zweiten Mal habe ich Lychee einen Tag vorm Frisörbesuch zu Hause geduscht, damit auch hier weniger Stress beim Hundefrisör für Lychee entsteht.

Selbstverständlich verdient ein Hundefrisör mehr, wenn das Rundum-Programm gebucht wird, aber hier sollte immer auch auf den Hund geachtet werden.
Lychee bekommt zusätzlich viele Pausen – allerdings nicht dann, wann sie sie gerne hätte, sondern dann, wenn wir das entscheiden. So treffen nämlich immer noch wir Menschen, was als nächstes passiert.
Pausen sollten auch bei eurem Hundefrisör selbstverständlich sein. In diesen kann der Hund natürlichen Bedürfnissen wie zB dem trinken nachkommen, oder auch schnüffeln und co. Lychee spielt zum Beispiel mittlerweile mit mir in den Pausen, einfach weil es ihr gefällt.

 

Darauf solltet ihr achten:

  • Der Hundefrisör / Die Hundefrisörin hat Ahnung von Hundesprache
  • Er / Sie bietet euch eine gratis Eingewöhnung an, damit sich der Hund wohl fühlt
  • Er / Sie nimmt sich Zeit für euren Hund und gibt ihm auch die nötigen Pausen
  • Er / Sie lässt euch entscheiden, ob ihr da bleibt oder nicht
  • Er / Sie setzt nicht bei jedem Hund einfach einen Galgen ein – manche Hunde können auch ohne Galgen geschoren werden

Wir hoffen, ihr habt einen tollen Hundefrisör, oder findet zumindest jetzt einen.

 

Übrigens arbeite ich gerade an einem ganz großen, neuen Projekt. Was genau das ist, erfahrt ihr im Newsletter! Und ihr bekommt dabei auch exklusive Einblicke, sowie einen Rabattcode wenn es dann so weit ist!

Bis Bald, eure Lychee!

4 Kommentare zu „Der perfekte Hundefrisör – so findest du ihn“

  1. Dies sind Dinge, die in der verantwortung des halters liegt. Hier kommt es also auf die individuellen Bedürfnisse an. Galgen, Pausen und das gute Gefühl sind selbstverständlich.

    Irgendwie fehlt mir bei der Auszählung die Kompetenz, das Wissen um die Besonderheiten des Fells und die richtige Pflege. Beim Tibet Terrier geht es nämlich nicht um das Ansetzen der Schermaschine, sondern um die Kenntnissse um die Funktionalität des Fells und dessen richtige Pflege….

    Ich weiß nicht, ob eine solche pauschale Aufzählung wirklich dienlich ist.

    Viele Grüße
    Sabine mit Socke

    1. Liebe Sabine!

      Danke für Dein Kommentar.
      Tatsächlich kenne ich keinen Hundefrisör, der sich nicht mit den Besonderheiten von diversen Fellstrukturen und Rassen auskennt. Allerdings zu viele Hundefrisöre, die keine Ahnung von Hunden und deren Bedürfnissen haben. Und genau darum geht es aber bei einem guten Hundefrisör, denn sonst kann sich auch der Hund nicht wohl fühlen.
      Ich denke man MUSS davon ausgehen können, dass sich ein guter Hundefrisör mit den diversen Fellstrukturen auskennt. Mir ging es hier, bei der Wahl des richtigen Hundefrisörs, viel mehr auch um die individuellen Bedürfnisse, die Hunde nunmal haben – dabei ist Aussehen eben nicht alles. Als Hundetrainerin kenne ich viel zu viele Hunde, die Angst vor Frisörbesuchen und Co. haben, und genau das sollte bei einem guten Hundefrisör aber kein Problem sein, und mit der Zeit sollte sich der Hund dort auch wohl fühlen.

      Liebe Grüße,
      Laura mit Lychee

      1. Socke-nHalterin

        “Ich denke man MUSS davon ausgehen können, dass sich ein guter Hundefrisör mit den diversen Fellstrukturen auskennt. ”

        Da denkst Du leider völlig falsch…..

        Ich meine, dass die Kompetenz bei der Fellpflege das erste Auswahlkriterium für einen Groomer ist. Was nützt es, wenn alle Spaß haben, aber das Fell kaputt gepflegt wurde.

        Alle anderen Kriterien sind so individuell und persönlich, dass man sie mit solchen Listen nicht erfassen kann. Und als Hundetrainerin solltest Du wissen, dass jeder Hund und jedes Hund-Mensch-Team ganz individuell sind. Die Bedürfnisse, die Vorlieben und die Ansprüche sind zu unterschiedlich….

        Viele Grüße
        Sabine mit Socke

      2. Liebe Sabine!

        Ich glaube, du verstehst da etwas falsch. All diese Dinge, die ich als letztes aufgezählt hab, treffen auf jeden Hund zu. Jeder Hund sollte sich beim Hundefrisör wohl fühlen – genau darum geht es mir mit diesem Beitrag. Dass man einen Hundefrisör findet, der sich nicht nur ausschließlich mit den diversen Fellstrukturen auskennt, sondern auch auf den Hund selbst achtet.
        Denn nur dann hat man auch wirklich einen schönen Hund, der auch wirklich entspannt ist.
        Das ist kein individuelles Bedürfnis, sondern genau DAS, ein entspannter Vierbeiner, sollte für jeden Hundebesitzer im Vordergrund stehen. Und nicht irgendwelche Showfrisuren!
        Lychee trägt am Bild zB ein Zöpfchen. Warum? Weil es sie nicht stört. Sie hat kein Problem mit Bürsten und Co. – zumindest nicht mehr.
        Bei Hundefrisörin A sah sie nachdem Besuch auch schön aus, war aber gestresst ohne Ende. Was hat das also für einen Wert?
        Ein entspannter Hund sollte ein Grundstein für Frisörbesuche sein, vor allem bei regelmäßigen Besuchen. Und da muss der Hundefrisör nunmal Hunde verstehen können, und nicht einfach nur auf seine Zeit achten und „schnell, schnell“ machen.

        Ich glaube, du hast den Sinn des Blogposts nicht ganz verstanden. Hiermit sollte das nun aber klar sein, & erledigt sein.

        Liebe Grüße,
        Laura mit Lychee

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