BARF bei Katzen (& Hunden)

Herzlich Willkommen!

Kiwi wird quasi von Beginn an gebarft – zumindest fast.
Als sie zu mir kam habe ich ihr erstmal das Trockenfutter aus dem Tierheim weiter gefüttert. Recht schnell hab ich aber gemerkt, dass ich für mich selbst mit dem Trockenfutter nicht einverstanden bin.
Vor allem Katzen neigen dazu, zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, und da ist so ein Trockenfutter natürlich auch nicht gerade von Vorteil.
Aber wie macht man das eigentlich, eine Katze auf B.A.R.F umstellen?

Ein langer Prozess

Katzen sind ganz klar Gewohnheitstiere. Desto mehr Zusatzstoffe im bisherigen Futter waren, desto schwieriger wird es, die eigene Katze umzustellen.
Manche füttern ihren Katzen von klein auf immer mal wieder Rohfleisch, allerdings ist ein Stück Hühnerfilet eben nicht gleich B.A.R.F!

Kiwi war erst 6 Monate alt als sie zu mir kam, bereits mit 7 Monaten habe ich ihr immer mal wieder Rohfleisch angeboten. Nicht nur normales Fleisch, sondern auch Innereien. Erstaunlicherweise hat sie wirklich alles angenommen und so konnten wir dank der Ernährungsberatung recht schnell komplett auf B.A.R.F umstellen. Oder?

Nicht ganz. Zunächst hat Kiwi nämlich Probleme gehabt und doch erbrochen. Ich habe dann einen Bestandteil wieder aus dem Futter genommen und plötzlich war es kein Problem mehr. Langsam habe ich diesen Bestandteil wieder hinzugefügt und mittlerweile bekommt Kiwi ihr Futter mit allen Zusätzen.
Allerdings bekommt sie nicht immer B.A.R.F, sondern auch hochwertiges Nassfutter. Denn: Kiwi ist nicht so, wie viele andere Katzen die selbst nach Monaten sagen: “Boah Trockenfutter ist viel geiler.”, sondern sie sagt: “Ich würd am liebsten nur noch B.A.R.F fressen!”. Das ist allerdings besonders dann schwierig, wenn ich nicht da bin! Deshalb bekommt sie auch Nassfutter. Allerdings nicht 1x am Tag dieses und 1x am Tag jenes, sondern ein paar Tage Nassfutter, dann wieder ein paar Tage B.A.R.F.

Katzen auf B.A.R.F umstellen kann Monate dauern, aber es lohnt sich definitiv.

Was ist B.A.R.F überhaupt?

B.A.R.F bedeutet “Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. Doch nicht all unsere Haustiere sind reine Fleischfresser.
Bei Hunden gehören ungefähr 20% pflanzlicher Anteil zum Futter dazu, bei Katzen sind es nur 5% Ballaststoffe (rohes, püriertes Gemüse) da diese reine Karnivoren sind.

Warum B.A.R.F?

Ganz einfach: man weiß, was drin ist. Das weiß man sonst bei keinem Fertigfutter. B.A.R.F sollte, wenn möglich, immer selbst zusammengestellt werden und von Fertigmischungen ist abzuraten. Natürlich ist B.A.R.F ein Aufwand und auch ein wenig teurer als Fertigfutter, aber es ist immer noch das Natürlichste für unsere Haustiere!

Man kann auch Allergikerkatzen- oder Hunde damit perfekt ernähren.
Viele Tierärzte raten von B.A.R.F ab mit der Begründung, dass die Tiere davon krank werden würden. Und auch mit der Begründung, dass unsere Haustiere davon eher Würmer bekommen würden. Das ist so nicht richtig.
Tierärzte verkaufen in ihren Praxen oft teures Fertigfutter und verdienen dabei mit! Das solltest du immer in Erinnerung behalten, wenn ein Tierarzt dir sagen möchte, dass dein Tier durch dieses oder jenes Fertigfutter sicherlich wieder gesund werden wird.

Nierenkranke Katzen – und davon gibt es viele – werden oft durch angeblich abgestimmte Fertigfuttersorten mit dem Wort “Urinary” drauf noch kranker als sie es schon waren.

Keine Zeit für B.A.R.F?

Dann kann ich dir nur empfehlen, dein Tier zumindest auf Nassfutter umzustellen. Zusätzlich dazu kannst du deinem Hund oder deiner Katze ja einmal pro Woche Rohfleisch geben. Schaden kann das nämlich definitiv nicht!

Allerdings ist B.A.R.F nicht so zeitaufwändig wie man denkt. Man stellt sich 1x im Monat hin, mischt alles zusammen, friert alles in Tagesportionen ein und muss dann nur noch über Nacht auftauen lassen. Ich persönlich finde, dass Katzen sogar noch einen Ticken einfacher zu barfen sind als Hunde.

Wer ganz allgemein mehr zu dem Thema erfahren möchte, dem kann ich folgende Bücher empfehlen (*Affiliate-Links: einfach draufklicken; es ist für dich ein ganz normaler Link, aber wenn du ein Buch kaufst, verdiene ich dabei mit, ohne dass es für dich mehr kostet):

Artgerechte Ernährung verändert auch das Verhalten des eigenen Haustieres – zum Positiven! Verhaltensauffälligkeiten können durch falsche Ernährung entstehen. Deshalb möchte ich als Hunde- & Katzentrainerin auch auf diese natürliche Ernährungsform aufmerksam machen.

Bis Bald, eure Lychee mit Frauchen & Kiwi

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